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Anthroposophische Hebammenkunde – Was ist das?

Das Tätigkeitsfeld einer anthroposophischen Hebamme umfasst die durch die Hebammenordnung festgelegten Bereiche Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit, sowohl klinisch als auch außerklinisch. Die Arbeit ist nicht an eine anthroposophische Klinik oder Einrichtung gebunden.

Bei all ihren Tätigkeiten ist die Arbeit der Hebamme in die Weltanschauung der Anthroposophie eingebettet, d.h. sie orientiert sich an der Menschenkunde auf der Grundlage von Rudolf Steiner. Besonders durch ihren Wirkungskreis zu Beginn eines Lebens kann diese Weltanschauung im Bewusstsein des ganzen Lebenszyklus wirken.

Anthroposophische Hebammen interessieren sich für diese Weltanschauung und sind bereit sich selbst im Rahmen ihrer Möglichkeiten fort -und weiterzubilden. Dabei geht es vor allem um Selbstentwicklung, die innere Haltung sowie darum die eigene Wahrnehmung zu schulen.

Die anthroposophische Hebamme stellt ihre Arbeit in einen größeren Zusammenhang (Reinkarnation/Schicksalsgedanke).

Nach Möglichkeit/Indikation bemüht sich die anthroposophische Hebamme um die Anwendung anthroposophischer Heilmittel wie anthroposophische Medikamente, äußere Anwendungen wie rhythmische Einreibungen und/oder Wickel und Auflagen.

Alle Erkenntnisse die den Tätigkeitsbereich einer Hebamme betreffen, stellt die anthroposophische Hebamme zum Austausch zur Verfügung, um die Weiterentwicklung der anthroposophischen Hebammenkunde zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit mit der eigenen sowie anderen für den Beruf bedeutenden Berufsgruppen wie Ärzten, Therapeuten, Krankenschwestern wird angestrebt, um eine optimale Betreuung und Begleitung der Mütter, Väter und Kinder zu gewährleisten.

Voraussetzungen für die Zertifizierung zur Anthroposophischen Hebamme stehen in der Anerkennungsordnung des Vereins.